Brennweite

Die Brennweite misst den Abstand von der Mitte des Objektivs zum Bildsensor (Brennebene) und ist von Objektiv zu Objektiv unterschiedlich.
Der Brennwert ist ein wichtiger Indikator für den Bereich der Aufnahme, der erfasst werden kann (Sichtwinkel). Wie in den folgenden Bildern zu sehen ist gilt: je kleiner die Brennweite, umso größer ist die Reichweite der Aufnahme. Mit zunehmender Brennweite nimmt auch der Vergrößerungsfaktor von entfernten Objekten zu.

(*) Das Verhältnis zwischen Brennweite und Sichtwinkel variiert je nach Kamera. Dieser Aufnahmeleitfaden ist auf Kameras mit APS-C-Format ausgelegt, sofern nicht anders angegeben.

  • 11 mm
  • 16 mm
  • 23 mm
  • 33 mm
  • 57 mm
  • 90 mm
  • 200 mm
  • 330 mm

Allgemein kann festgestellt werden, dass Objektive mit einer Brennweite von ca. 35 mm als „Normalobjektive“ durchgehen, da sie über einen ähnlichen Sichtwinkel verfügen wie Menschen. Objektive, die eine kürzere Brennweite haben, werden in der Regel „Weitwinkelobjektive“ genannt und Objektive mit längerer Brennweite „Teleobjektive“. Hierbei handelt es sich jedoch um keine standardisierten Begriffe. Verwenden Sie je nach Situation und Motiv verschiedene Objektive.

Aufnahme mit Weitwinkelobjektiv
Brennweite: 11 mm
Aufnahme mit Teleobjektiv
Brennweite: 250 mm

Sehen wir uns die Brennweite Ihres Objektivs an: der verfügbare Brennweitenbereich ist auf das Objektiv aufgedruckt. Beim „SAL55200-2“ sind beispielsweise Brennweiten von 55-200 mm verfügbar, wie im Bild unten ersichtlich ist.
Auf der Rückseite des Objektivtubus (neben dem Kameragehäuse) sehen Sie die Markierung für die aktuell eingestellte Brennweite. In der folgenden Abbildung sehen Sie eine Brennweiteneinstellung von 55 mm.

Links in dieser Abbildung sehen Sie den bei diesem Objektiv verfügbaren Brennweitenbereich von „55-200“. Der weiße Strich auf der rechten Seite zeigt die aktuell eingestellte Brennweite.

Zoomobjektive und Objektive mit fester Brennweite

Generell wird zwischen „Zoomobjektiven“ mit variabler Brennweite und „Objektiven mit fester Brennweite“ unterschieden. Manche Zoomobjektive sind vielseitig und Weitwinkel- und Teleobjektiv zugleich. Diese Objektive eignen sich nicht nur für den täglichen Gebrauch, sondern sind auch besonders praktisch auf Reisen, auf denen man so wenige Wertsachen wie nur möglich bei sich tragen möchte.

Brennweite: 20 mmBrennweite: 250 mm

Wenn Sie nun ein Objektiv mit fester Brennweite ohne Zoomfunktion verwenden, müssen Sie sich selbst vor- und zurückbewegen, um die richtige Komposition zu finden. Objektive mit fester Brennweite sind jedoch meist schneller und verfügen über eine breitere Blendenöffnung. Sie sind zudem von Vorteil in Sachen Ausdruck, da sie Hintergrundunschärfe-Effekte erzeugen können und eine kürzere Verschlusszeit bei schwachen Lichtverhältnissen erlauben, wodurch das Verwackelungsrisiko sinkt. Zudem erleben Sie dank erstklassiger Wiedergabeleistung eine herausragende Bildqualität, die Sie mit einem Zoomobjektiv nicht erreichen können.

Dieses Bild wurde mit einem Objektiv mit fester Brennweite aufgenommen. Durch Einstellen der Blendenöffnung auf eine niedrige Blendenzahl wurde der Hintergrund beinahe völlig unscharf gemacht.
Makroobjektive, die Nahaufnahmen auch bei näherem Herantreten an das Motiv ermöglichen, verfügen auch über eine feste Brennweite. Obwohl viele neuartige Zoomobjektive über eine Makrofunktion mit relativ geringem Fokusabstand verfügen, sind sie nicht so leistungsstark wie spezielle Makroobjektive.

Objektiv: SAL50F18 / Brennweite: 50 mm / Blendenzahl 2,0

In diesem Bild wurden die Details einer Sonnenblume mit einem Makroobjektiv eingefangen. Mit einem Makroobjektiv kommen Sie um ein Vielfaches näher an Ihr Motiv heran.

Objektiv: SAL100M28 / Brennweite: 100 mm / Blendenzahl: 3,5