Autofokusmodus (AF)

Der Autofokus (AF) einer Kamera sorgt für die automatische Fokussierung eines Motivs. Die meisten Digitalkameras verfügen über diese Funktion. Es gibt jedoch verschiedene Autofokusmethoden, die je nach Kameramodell variieren. Wählen Sie je nach Situation und Motiv die passende Methode aus. In den automatischen Aufnahmemodi wie „Intelligenter Automatikmodus“ oder „Motivauswahl“ ist der AF-Modus automatisch eingestellt und kann nicht verändert werden.

Autofokusmethoden

In diesem Abschnitt finden Sie Informationen zu den AF-Methoden der α-Serie.
AF-S und AF-C sind die zwei Standard-AF-Methoden, die über verschiedene Fokusbetriebe verfügen, sobald der Auslöser halb heruntergedrückt wird.

AF-S (Einzelbild-Autofokus)

Der Autofokus startet, sobald der Auslöser halb heruntergedrückt wird. Wenn das Motiv scharfgestellt ist, wird der Fokus gesperrt.
Diese Methode eignet sich ideal für nichtbewegte Motive, wie Landschaften oder für Schnappschüsse.

AF-C (Serienbild-Autofokus)

Der Autofokus arbeitet kontinuierlich weiter und stellt die Bildschärfe bei Halbherunterdrücken des Auslösers immer wieder neu ein.
Diese Methode eignet sich ideal für bewegte Motive, wie zum Beispiel für Sportereignisse oder die Eisenbahnfotografie.

AF-A (Einzelbild-Autofokus)

Dieser Autofokusmodus ist nur bei A-Mount-Kameras verfügbar. Wenn der Auslöser halb heruntergedrückt wird, erkennt die Kamera automatisch, ob sich das Motiv bewegt oder nicht, und stellt den AF-Modus entsprechend auf AF-S oder AF-C um.
Verwenden Sie diesen Modus für die gleichzeitige Aufnahme verschiedener Motive, oder anstatt den AF-Modus manuell zu wechseln.

Manueller Fokus (MF)

Dank manuellem Fokus (MF) kann der Fotograf den Fokus neben der automatischen Methode auch manuell einstellen.
Obwohl die Verwendung von Autofokus (AF) bei Digitalkameras gängiger ist, ist der Einsatz des MF speziell bei schwierigen Aufnahmen, wie zum Beispiel bei Makroaufnahmen, sinnvoll.
Im MF können Sie die Fokuseinstellung durch Drehen am Fokusring auf dem Objektiv verstellen. Weitere Informationen zum Wechsel in den MF-Modus und zu speziellen Funktionen finden Sie in der Bedienungsanleitung oder im Handbuch der Kamera.

Oben abgebildet sehen Sie das SEL1855 Objektiv der NEX-F3, wobei der rote Ring den Fokusring darstellt. Im MF können Sie die Fokuseinstellung durch Drehen am Fokusring manuell verstellen.

Objektiv: SAL50M28 / Brennweite: 50 mm / Blendenzahl: 4,0

Das Bild oben wurde mit dem Makroobjektiv „SAL50M28“ aufgenommen. Der Fokus wurde auf den Wassertropfen vorne links gelegt und Vorder- und Hintergrund stark verschwommen dargestellt. Wenn Sie den Fokus ganz präzise auf eine kleine Stelle legen wollen, wie in diesem Beispiel, dann empfiehlt sich der Einsatz des MF. Der Einsatz des MF ist auch sinnvoll, wenn die Kamera den gewünschten Fokus im automatischen Modus nicht findet.

Fokuslupe und MF-Assistant

Bei Aufnahmen mit manuellem Fokus (MF) können die Funktionen Fokuslupe und MF-Assistant verwendet werden, um zu überprüfen, ob das Motiv scharfgestellt ist. Die Verfügbarkeit dieser Funktionen und ihre genauen Eigenschaften können je nach Kameramodell variieren. Manche Modelle bieten nur eine dieser Funktionen, die aber verwendet werden kann, um den zu fokussierenden Teil des Motivs für die manuelle Fokusfeinabstimmung zu vergrößern.
Informationen zu den verfügbaren Funktionen und Einstellungen finden Sie in der Bedienungsanleitung und im Handbuch des jeweiligen Kameramodells.

[Fokuslupe]-Anzeige bei der α55. Der Bereich im orangen Rahmen wird vergrößert.

Wählen Sie 4,8fache oder 9,5fache Vergrößerung.

Durch die Zuweisung von Fokuslupe und MF-Assistant zu fest zugeordneten oder anpassbaren Tasten kann die Fokusvergrößerungszeit auf [Unendlich] eingestellt werden. Das ist besonders für die Makrofotografie und die Fotografie von Sternenhimmeln mit Stativ nützlich.

Makrofotografie-Fokuseinstellung mit MF-Assistant (Kamera NEX-7)